Lange ist es her, bis es mal ein Update zu meinem Auto gab. Tatsächlich gab es auch so gut wie keine Updates über die Zeit, aber eine neue Sache ist doch über dem Winter dazugekommen.
Aufgrund der Hubraumerweiterung bzw. der allgemeinen Leistungssteigerung des Motors dachte ich mir, dass ein Ölkühler keine schlechte Investition sei und habe diesen nun montiert.
Hierbei habe ich für das M52-Ölfiltergehäuse einen entsprechenden Adapterkappe besorgt. Dabei habe ich mich für die Lösung von 55PARTS entschieden. Preis-Leistungstechnisch hat sich auch nicht besonders viel mit anderen Anbietern getan.
Der Ölkühler selbst ist von TB-Motorsport und am Ende des Tages ein normaler 16-Reihen Universalkühler.
Für die Halterung des Ölkühlers gibt es eine gute Alu-Halterung von ST-Trackparts, welche ohne Probleme mit dem Kühler und dem Auto harmoniert.
Der Sensor und das Thermometer sind beide von VDO, einfach weil ich die Anzeige am schönsten finde.
Gleichzeitig habe ich auch auf einen Viskolüfter ummontiert und den vorhanden E-Lüfter von der Klimaanlage und den Viskolüfter ausgebaut.
Grundsätzlich hätte es ein normaler SPAL-Lüfter getan, jedoch wollte ich den Lüfter nicht mit Klipsen zwischen den Kühlrippen montieren aufgrund von bedenken der Haltbarkeit und dem unnötigen Stress, der auf dem Kühler dadurch gelastet wird.
Jedoch ist es erstaunlich schwierig gute Alternativlösungen zu finden.
Am Ende des Tages konnte ich nur den Lüfter und die Halterung von Mishimoto finden, der meine Erwartungen erfüllt hat.
In der Regel ist Mishimoto ziemlich teuer, jedoch hatte ich etwas Zeitglück gehabt, da der Lüfter mit Halterung sowie ein Fan-Controller für 180€ im Angebot waren.
Jedoch erfolgte der Versand aus England, weshalb nochmal 50€ Zoll drauf kam.
Zunächst sollte der Lüfter rein, wodurch auch schon das erste Problem aufgetreten ist.
Die Halterung ist nur für originale- oder Mishimoto Wasserkühler ausgelegt.
Ich habe erst im Nachhinein gemerkt, dass ich einen Zubehör-Kühler von Mahle habe, wodurch die Halterung nicht Passegenau mit den Befestigungslöchern war.
Am Ende des Tages haben wir es hinbekommen, jedoch war die Montage für meinen Fall so individual, dass es sich nicht lohnt, genauer darauf einzugehen.
Das Wichtigste ist, dass der Lüfter nun flach zum Kühler aufliegt.
Für den Temperatursensor mussten wir auch auf den Fühler zurückgreifen, da es im Kühler selbst leider kein Gewinde gab.
Funktionieren tut der dennoch bisher einwandfrei.
Zuvor stand der Motor des Lüfters zu nah am Motor bzw. Keilriemen, wodurch sich beide während der Fahrt ständig kollidiert hätten.
Die Verkabelung ist jedoch allgemein etwas fraglich, da unteranderem das Masse-Kabel eine rote Farbe hat und das Plus-Kabel schwarz ist.

Zudem ist eine Sicherung auch nur am Minus-Kabel
Entsprechend haben wir da zusätzlich nochmal eine weitere Sicherung, die zur Batterie geht, am Plus-Kabel eingebaut.
Die Adapterkappe hat dann als nächste Kopfschmerzen bereitet.
Obwohl die angegeben Gewindemaßen sowohl von der Kappe als auch vom Sensor exakt übereingestimmt haben, war das Gewinde vom Sensor zu groß und/oder von der Kappe zu dünn.
Somit blieb also nichts anderes übrig als mit einem Gewindeschneider in der Ölkappe nachzujustieren.
Damit alles auch weiterhin dicht bleibt, haben wir Teflonband um das Gewinde vom Sensor gewickelt.
Nachdem die Leitungen gelegt und mit der Adapterkappe verbunden waren (die Dash-Anschlüsse sind im Übrigen in Zoll abgemessen anstatt Metrisch

), erfolgte der erste Test.
Wie üblich, gab es die erste Undichtigkeit, nämlich am Gewinde der Kappe selbst.
Wir haben die Kappe mehrmals abgenommen, überprüft und ordentlich fest gemacht, jedoch wurde es einfach nicht dicht.
Es hat sich herausgestellt, dass der O-Ring (warum auch immer) 1mm dünner ist als von der originalen Ölkappe.
Also haben wir diese entnommen und dann eingesetzt... Naja, immerhin hat es ein paar Sekunden länger gedauert, bis die Sutsche wieder rauskam.
Und was war am Ende des Tages die Lösung, bis es endlich dicht wurde? Zwei O-Ringe verwenden...
Wir hatten noch einen weiteren Ölfiltersatz rumliegen und haben somit also zweimal die "dickeren" Dichtungen verwendet.
Warum dies nun funktioniert und der einzelne Ring nicht ausreicht weiß ich nicht.
Passieren sollte das aber trotzdem nicht, vor allem weil es auch keine Anleitung o.Ä. dafür gibt.
Mit den Teilen von 55PARTS sowie dem Support bin ich grundsätzlich zufrieden, doch hier muss definitiv nachgebessert werden.
Nachdem der Leerlauf-Test bestanden war, sowohl von der Dichtigkeit als auch das automatische Einschalten des Lüfters durch den Fan-Controller funktioniert hat, ging es auf die Straße und dem dazugehörigen ersten Belastungstest.
Auch danach blieb alles dicht und der Durchfluss des Kühlers funktionierte auch tadellos.
Am Ende mussten wir auch gut 1L Öl noch zusätzlich dazugeben, wodurch nun also insgesamt 7,5L Öl im Motor ist.
Der erste Nordschleifen-Test erfolgte beim Saisonstart und 17°C.
Und bisher bin ich beeindruckt.
Leider habe ich keine vorherigen Werte, wie hoch die Öltemperatur ohne Ölkühler war, doch er kühlt sehr gut... Tatsächlich schon fast zu gut.
Im Straßenverkehr pendelt er sich nach einiger Zeit bei 78-82°C ein, was ich fast schon als zu kühl empfinde bzw. es an der unteren Grenze ist.
Ich vermute, es könnte auch am neuen E-Lüfter liegen, da dieser dauerhaft aktiv war, sobald die Wassertemperatur sich eingependelt hat.
Hierzu habe ich nun einen Schalter eingebaut, der zwischen Ein, Automatik (durch den Fan-Controller) oder Aus wechseln kann.
Man merkt und hört auch deutlich, dass der Mishimoto-Lüfter ordentlich bums hat, verglichen zum Serienlüfter.
Das werde ich nun weiter beobachten, sollte jedoch kein Problem mehr werden.
Nach neun Runden ist die Temperatur auch auf der Rennstrecke auch nie über 110°C gekommen.
Selbst wenn ich die Runde beendet habe und auf den Touri-Parkplatz bin, sinkt die Temperatur echt schnell.
Ob der Ölkühler nun am Ende des Tages notwendig war, kann diskutiert werden.
Für mich gibt es aber nun einen kühleren Kopf zu wissen, dass ich mir über Öltemperaturen nun keine Sorgen mehr machen muss
