Cool das es das Forum nun wieder gibt
Hallo zusammen, nun bin ich auch im neuen Forum wieder an Bord. Im "alten" hatte ich ebenfalls einen kleinen Thread in dem der Umbau meines Subarus dokumentiert wurde.
Gekauft habe ich das Auto Anfang 2020 im Serienzustand. Es wurde kurz vorher aus Japan importiert.
Mods die gemacht wurden bevor ich damals im alten Forum angemeldet war:
Fahrwerk, Dynamik & Bremsen
ST XTA Gewindefahrwerk
ProTrack One 9x17 mit 235/45/17 Nankang AR1 Reifen
H&R Stabilisatoren vorne & hinten
DBA4000 Bremsscheiben, Hawk DTC70 Bremsbeläge
Stahlflex-Bremsleitungen
Bremsenkühlung vorne durch modifizierte Luftleitbleche vom 911 GT3
Antrieb
3-Zoll-Abgasanlage ab Turbo mit 200-Zellen-HJS-Katalysator
Neuer Turbolader (MD321H Kugelgelagert) + größere Einspritzdüsen
Großer Aluminium-Wasserkühler + Ölkühler
Abstimmung auf die neuen Komponenten mit Map-Switch (2 Kennfelder):
Große map 390ps und 550nm
Innenraum
Recaro Pole Position
Short Shifter, alu gedrehter langer Schalthebel („Budget-CAE
, plus neue Lager Schaltgabel usw.
OMP 4-Punkt-Gurte inklusive Gurtbefestigungspunkte im Heck dort, wo normalerweise die Rücksitze montiert sind, für optimale Winkel bei der Nutzung eines HANS-Systems
Der originale (defekte) Turbolader wurde durch einen Kugelgelagerten Turbolader von Turbodynamics aus England ersetzt. Dieser spricht hervorragend an und ermöglicht eine sehr gleichmäßige und kräftige Leistungsentfaltung. In Kombination mit der 3-Zoll-Abgasanlage ab Turbo und großen 1050er Einspritzdüsen lieferte die große Map auf 102 Oktan 391 PS und 560 Nm (Motorleistung). Wahrscheinlich werde ich die Software jedoch noch auf 98 Oktan anpassen lassen, da es recht mühsam ist, bei Trackdays immer mehrere Kanister mitzuführen, um angesichts des Verbrauchs des Fahrzeugs genügend Sprit für den ganzen Tag zu haben.
Die Bremsenkühlung ist bei den originalen Brembo-Bremssätteln ein großes Thema, zumindest an der Vorderachse. Deshalb habe ich etwas recherchiert und herausgefunden, dass die Luftleitbleche vom 911 GT3 mit leichten Modifikationen eine brauchbare Lösung darstellen könnten. Also habe ich kurzerhand wohl die günstigsten Teile bestellt, die man von einem GT3-Porsche bekommen kann (ca. 30 € für beide).
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Innen kam dann nach und nach immer mehr raus. Teppich und Dämmmaterial wogen ca 7.5kg
Um die 9x17 Protracks mit 235/45er reifen unterzubekommen war einiges an Anpassung der Hinteren Radhäuser nötig. Man nehme die gute alte Flex und schleife die Innenkante des Radhause ab.
Danach wurde alles mit Grundierung und nach deren Trockung mit Sikaflex verschlossen sodass hier kein Wasser, Dreck und sonstiges eindringen kann.
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Im weiteren Verlauf wurden zur Optimierung der Kühlung noch Hoodvents verbaut & das Auto Tim Schrick approved
Über den Subaru Impreza Club gab es einen Trackday in Anneau du Rhin mit Tim Schrick als "Gast". Mit Ihm gab es sehr interessante und nette Gespräche. Nach einigen Runden mit meinem Fahrzeug war er sehr positiv gestimmt und lobte das Setup
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Im weiteren Verlauf kamen dann noch 3D gedruckte Lüftkanäle für die Bremsenkühlung.
Um ordentlich Luft in die Kanäle zubekommen habe ich modifizierte Nebelleuchtenabdeckungen und Trocknerschlauch benutzt. Vor den 3D gedruckten Teilen habe ichs mit Corvette Ducts versucht, die waren allerdings zu Dick und die Räder schliffen ohne Ende.
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2024 war dann endlich wieder ein Lauf der German TimeAttack am Hockenheimring
dafür musste dann noch ein Halter für einen Feuerlöscher gebastelt werden da dieser Vorschrift ist.
Befestigt wird die Halterung mit einer Schraube der Sitzschiene. Das Ergebnis ist sicherlich kein Meisterstück, allerdings tut es seinen Job.
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German TimeAttack masters Hockenheimring 2024
Der Tag war endlich gekommen. Am Sonntag stand für mich die erste Teilnahme an einer Veranstaltung der German TimeAttack Masters auf dem Hockenheimring an. Um maximal entspannt in den Tag zu starten, bin ich bereits am Samstagabend angereist, habe die Anmeldung sowie die technische Abnahme hinter mich gebracht und direkt noch die ganzen Aufkleber angebracht. So konnte ich mich am Sonntag voll und ganz auf das konzentrieren, worum es eigentlich geht: fahren und den Tag auf der Strecke genießen.
Am Sonntagmorgen kamen ein guter Freund von mir und sein Bruder vorbei, um mich zu supporten und gemeinsam einen richtig guten Tag an der Strecke zu haben. Über den ganzen Tag hinweg haben sie einen mega Job gemacht – vom Reifendruck-Check über Hilfe beim Anschnallen in die 6-Punkt-Gurte bis hin zu einfach bester Gesellschaft im Fahrerlager. Ohne sie wäre der Tag definitiv nicht halb so entspannt, unterhaltsam und rundum gelungen gewesen.
Um 14:40 Uhr ging es dann ins Qualifying. Unsere „Strategie“: als Letzte rausfahren, eine ordentliche Outlap zum Reifenaufwärmen und dann direkt in der ersten fliegenden Runde alles reinlegen. Der Plan ging größtenteils auf – die wirklich schnelle Runde kam dann zwar erst in Runde 3, dafür komplett frei von Verkehr. Ergebnis: neue persönliche Bestzeit mit 2:05,1.
Für die Top 5 und damit das Superlap-Finale hat es am Ende leider nicht gereicht (dafür hätte eine 2:01,4 hergemusst – die Evos sind einfach brutal schnell, auch der deutlichen Mehrleistung geschuldet
Das Auto hat definitiv das Potenzial für eine Zeit unter zwei Minuten, da bin ich mir sicher. Fahrerisch bin ich dafür aktuell aber noch nicht ganz auf dem Level – da geht noch was.
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Weitere Diät
Beim TimeAttack-Event auf dem Hockenheimring2024 hat sich meine Batterie verabschiedet – noch eine japanische, vermutlich sogar die originale. Als ich mich dann für das diesjährige (2025) TimeAttack auf dem HHR wieder angemeldet habe, war klar: Das Thema Batterie muss endlich sauber gelöst werden.
Also gab’s ein Upgrade in Richtung Gewicht und Performance: Eine Shido LTX20L-BS Q LiFePO4, die gerade mal 1,4 kg auf die Waage bringt. Die alte Batterie dürfte irgendwo bei rund 14 kg gelegen haben. Bedeutet: fast 12–13 kg Gewichtsersparnis ganz vorne im Auto.
Original
Shido
Dazu wurde noch eine Halterung gebaut.
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Mapswitch & DCCD Steuerung in die Mitte verlagert
Ich hatte noch etwas Carbon übrig und konnte endlich ein Thema angehen, das mich schon lange genervt hat: die Position der DCCD-Bedienelemente. Auf der Rennstrecke bin ich mit dem Ellbogen regelmäßig gegen die Box in der Mittelkonsole gekommen – absolut unpraktisch. Leider ist die Mittelkonsole serienmäßig einteilig mit dieser Box ausgeführt, was das Ganze nicht gerade einfacher macht. In dem Zuge habe ich auch direkt den Mapswitchmit auf die Carbonplatte verlegt. Der war vorher im Aschenbecher untergebracht – funktional, aber alles andere als ideal. Jetzt ist alles dort, wo es hingehört: aufgeräumt, gut erreichbar und deutlich tracktauglicher.
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Bilder vor TimeAttack am HHR 2025
Respekt an jeden der bis zum Ende durchgehalten hat. Im nächsten Post gehts mit dem TimeAttack Event am HHR 2025 weiter (kleiner Spoiler: es kommt immer anders als man denkt.)